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Beschreibung Siebenschritt

 

Siebenschrittformen waren nicht nur in Österreich, sondern im gesamten deutschen Sprachgebiet verbreitet. Die unsere, die gleichsam als Grundform dieses Tanzes bezeichnet werden kann, wurde erstmalig von Konrad Mautner in "Alte Lieder und Weisen aus den steiermärkischen Salzkammergut", Graz 1919, S. 389, beschrieben.

 

 1. Grundform - Ausgangsstellung

Tänzerin rechts neben dem Tänzer, beide blicken in die Tanzrichtung. Die inneren Hände sind in Brusthöhe gefasst, wobei ihre Hand ober der seinen liegt.

 

 Takt 1 und 2

 Mit den äußeren Füßen beginnend, sieben kurze Laufschritte vorwärts.

 

 Takt 3 und 4

Mit den inneren Füßen beginnend, sieben Laufschritte rückwärts.

 

 Takt 5

Fassung lösen. Mit den äußeren Füßen beginnend, tanzen die Partner mit drei Schritten schräg vorwärts auseinander.

 

 Takt 6

Mit den inneren Füßen beginnend, drei Schritte vorwärts zueinander, dann fassen zum Rundtanz.

 

 Takt 7 und 8

Mit vier Dreherschritten zwei Umdrehungen mit dem Uhrzeiger.

 

 Takt 9 bis 12

Wie Takt 5 bis 8.

 

 Zur Ausführung der Grundtanzform

Die Laufschritte sollen ruhig gleitend und nicht etwa hüpfend ausgeführt werden. Bei Anfängern, denen der Dreher noch Schwierigkeiten bereitet, kann man die Takte 7 und 8 auch in Form eines Laufens um die gemeinsame Paarachse ausführen lassen. Dabei befinden sich die Partner rechte Schulter an rechter Schulter nebeneinander und halten die Hände bei waagrecht seitgehobenen rechten und abgewinkelten linken Armen gefasst.

 

 Bemerkungen zum Tanz

Die Art des Rundtanzes mit Dreherschritten (Takte 7, 8 und 11, 12) beobachtete H. Lager 1943 in Ramseiden bei Saalfelden bei einem Einheimischen, der diesen Tanz, den er in seiner Jugend häufig getanzt hatte, zeigte.

 

 Quellenangabe

  • Lager – Derschmidt – Österr. Tänze Unsere Grundformen

 

 



 
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