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Beschreibung Neubayerischer

 

Der Neubayerische wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erstmals in Bayern aufgeführt. Ein flotter Volkstanz, welcher in sehr kurzer Zeit die Herzen aller Tänzer und Tänzerinnen eroberte. Wir in fast jedem Volkstanzverein aufgeführt und gepflegt.

 

 1. Grundform - Ausgangsstellung

 

Tänzerin rechts neben dem Tänzer, beide blicken in die Tanzrichtung, die inneren Hände sind bei herabhängenden Armen gefaßt.

 

 Takt 1

Mit den äußeren Beinen beginnend, ein Wechselschritt vorwärts. Die inneren Arme schwingen mäßig vor und die Partner wenden sich damit ein wenig voneinander ab.

 

 Takt 2

Mit den inneren Beinen beginnend, ein weiterer Wechselschritt vorwärts. Die Arme schwingen zurück und beide Partner wenden sich ein wenig einander zu.

 

 Takt 3 und 4

Im 1. Viertel des 3. Taktes schreiten beide mit den Außenbeinen vor, halten aber inne. Die Arme deuten den entsprechenden Vorschwung nur an. Mit dem 3. Viertel des gleichen Taktes stampfen beide mit den inneren und gleich darauf mit den äußeren Füßen auf. Die Arme holen mit dem letzten Taktviertel nach hinten für das nächste Vorschwingen aus, und das Körpergewicht wird auf die inneren Beine verlegt.

 

 

 Takt 5 bis 8

Entsprechend Takt 1 bis 4. Statt der beiden Stampfer aber nun zwei "Pascher", also zweimal in die Hände klatschen. Beim 2. Pascher treten beide vom äußeren auf den inneren Fuß.

 

 Takt 9 bis 12

Der Tänzer hebt mit seiner Rechten die Linke der Tänzerin über deren Kopf und dreht seine Partnerin, im Wechselschritt weiterschreitend, schräg vor sich im Sinne des Uhrzeigers (Bild). Mit Beendigung des 12. Taktes hat die Tänzerin 2 ½ Rechtsdrehungen vollführt und blickt gerade gegen die Tanzrichtung.

 

 

 Takt 13 bis 20

Der Tänzer gelangt mit einem Wechselschritt (LRL) vorwärts wieder genau heben die Tänzerin, wobei er die erhobenen Arme senkt und vorschwingt und damit seine Partnerin zur Blickrichtung nach vorne weiterdreht. Weiter wie Takt 2 bis 8.

 

 Takt 21 bis 36

Walzerrundtanz mit ruhigen, getretenen Walzerschritten.

 

 Zur Ausführung der Grundtanzform

Sowohl das Stampfen als auch das Klatschen wird mäßig laut und ohne irgendwelche ausladende Bewegung ausgeführt. Statt des Nachtanzens im Wechselschritt in den Takten 9 bis 12 kann der Tänzer auch in jedem Takt einen Gehschritt vollführen. Dem Rhythmus folgend, wird er dabei im 1. und 3. Viertel eines jeden Taktes im Knie des Standbeines leicht federn, während er die Ferse des Spielbeines mäßig nach hinten anhebt.

 

Zu diesem Tanz wird häufig eine Weise mit nur 16 statt 20 Takten für den Figurenteil gespielt. Es unterbleibt dann das den Takten 17 bis 20 entsprechende Vorschreiten und Klatschen.

 

 Bemerkungen zum Tanz

Der Neubayrische, der aus Bayern stammt, hat sich im Anfang des 19. Jahrhunderts rasch in den österr. Alpen verbreitet und ist bis in unsere Tage an vielen Orten lebendig geblieben. Er ist vielleicht der einzige Volkstanz, dessen Überlieferung auch in Wien nie völlig abriß.

 

 Quellenangabe


  • R. Zoder - Österreichische Volkstänze, 1. Teil, Nr. 1
  • Lager – Derschmidt – Österr. Tänze Unsere Grundformen

 

 



 
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