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Der Linzer Maibaum seit 1976
Dir. Ferdinand Nittmann, Geschäftsführer vom Quelle Kaufhaus am Hauptplatz (früher Kraus & Schober), hatte eine Reihe von Ideen zur Belebung vom Hauptplatz und in der Domgasse umgesetzt und war 1976 ebenfalls daran interessiert, einen Maibaum am Hautplatz zu situieren - dies war eine spontane Idee. Der damalige Linzer Bürgermeister Hofrat Franz Hillinger sträubte sich anfangs etwas gegen diesen Plan, doch nach einer weiteren längeren Besprechung sagte er zu. In weiteren Vorgesprächen wurden Hofrat Prof. Dr. Wilfried Lipp, Prof. Dr. Gernot Sperner und Prof. Dr. Rudolf Fochler vom ORF (ein Volkskundler) über dieses Brauchtum befragt, ob denn ein Kaufhaus ein Brauchtums-Initiator sein kann. Als Kontaktmann für die Umsetzung setzte sich Nittmann mit dem damaligen Obmann vom Heimatverein "D´ Innviertler z´ Linz", heute Ehrenobmann Otto Stadler in Verbindung. Es gab allerdings keinen Plan darüber, was unter dem Hauptplatz an Technik verlegt ist. Innerhalb 3 Tagen war es Nittmann gelungen, durch geeignete Arbeitskräfte eine dementsprechende Grube, zum Maibaumaufstellen zu installieren. Das war gar nicht zur Freude von der Quelle bzw. deren Werbeabteilung. Nittmann setzte sich jedoch auch in diesem Bereich durch und der Erfolg gab ihm schließlich recht. Die Medien wurden von der Wiederbelebung dieses Brauches informiert und hatten durch ihre Ankündigungen unsere Arbeit bestens unterstützt. Das Aufstellen selbst war durch die seitliche Verdrahtung zur Oberleitung der Straßenbahn zwar schwierig, aber mit einigem Geschick ging es doch. Von Anfang an wurde jedoch der Verband der Heimat- und Trachtenvereine Linz und Umgebung mit der Organisation beauftragt, sehr zur Freude von Verbandsobmann Kons. Franz Lehner und Landesverbandsobmann Kons. Josef Hirz. Ohne der tatkräftigen Unterstützung durch Otto Stadler und den Männern aus den Trachtenvereinen wäre es aber nicht angelaufen, auch die Frauen hatten ihren Anteil, schmückten sie doch 3 Jahre den Maibaum.
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